Kirchenpolitik
28.04.2017

Wie arbeitet die Kirchensynode?

Eindrücke aus sechs Jahren journalistischer Begleitung

Unser kleines Magazin hat sechs Jahre lang die öffentlichen Sitzungen der EKHN-Kirchensynode journalistisch begleitet und per "Live-Blogging" so umfangreich wie sonst kein Medium aus den Debatten berichtet. Denn während die Ergebnisse in Form von Gesetzen und anderen Beschlüssen amtlich publiziert werden, wird über die Entstehungsgeschichte neuer Kirchengesetze kaum irgendwo berichtet.
Das Resümee aus der Beobachtung der letzten Jahre in einigen Stichwörtern:

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Medienkritik
04.12.2016

Christen sind dumm und untauglich für den Staat

"Der SPIEGEL" sieht Deutschland auf gutem Kurs - ohne Religion

Ist das noch journalistische Information oder schon "Populismus", was "Der Spiegel" in seiner Ausgabe 49/2016 auf Seite 70 bringt? In der (leicht satirischen) Reihe "Früher war alles schlechter" präsentiert die Hamburger Zeitschrift vier Tortendiagrammme, die zeigen sollen, dass "[die Gottlosen] mit gut 38 Prozent die mit Abstand größte Gruppe" in der Bevölkerung seien - nämlich "weit vor den Katholiken oder den Protestanten".

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Kommentar
01.12.2016

Ich - ich - ich

Der Kampf gegen Feiertagsregelungen wird nicht für die Freiheit, sondern den Egoismus geführt

"Stille Feiertage" bleiben still - und am Karfreitag wird normalerweise nicht getanzt. Was das Bundesverfassungsgericht gerade entschieden hat, ist viel weniger spektakulär als viele glauben. Eine Problemanzeige ist der Streit an sich: denn Egoismus wird immer salonfähiger.

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Kirchenpolitik
21.11.2016

Themen und Ergebnisse der Kirchensynode

Tagung vom 23. bis 26. November 2016

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Kirchenpolitik
15.11.2016

Soll die EKHN Strom und Gas zentral einkaufen?

Vorschau auf die Themen der Kirchensynode November 2016

Sollen die Kirchengemeinden einen Ausgleich für die nach neuem Entgeltvertrag erhöhten Kosten der Kirchenmusik erhalten? Und soll die EKHN künftig zentral für alle Ökostrom einkaufen, um Kosten zu senken (und den Ökostrom zu etablieren)? Das sind zwei der Fragen, die bei der Herbsttagung der Kirchensynode zur Beratung anstehen. Wir geben einen kleinen Ausblick.

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Kommentar
10.10.2016

Muss man glauben, um Glauben zu vertreten?

Zur Debatte um die Kirchenmitgliedschaft von Kirchenmitarbeitern

Müssen Angestellte der evangelischen Kirche Christen sein? Müssen sie Mitglied einer christlichen Kirche sein? Die Kirchenleitung der EKHN scheint sich hier von einer einstigen Kernbestimmung zu verabschieden - namentlich Kirchenpräsident Volker Jung und der Propst für Oberhessen Matthias Schmidt haben vor der Alsfelder Dekanatssynode eine Öffnung im Arbeitsrecht gefordert. Das verärgert jedoch nicht nur einige konservative Kirchenmitglieder - es wirft auch grundsätzliche Fragen nach dem Sinn der Kirchenmitgliedschaft auf.

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07.10.2016

Fünf Tibeter in der Kirche

Kirchliche Erwachsenenbildung bildet KEIN Einfallstor der Esoterik in die Kirche

"Esoterik ist überall, auch in der Kirche", schreibt Kai Funkschmidt als Herausgeber des neuen Heftes "Esoterik in der Kirche" (Berlin 2016). Neben der Umfrage "Was glauben die Hessen?" nimmt der Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen insbesondere die Erwachsenenbildung in kirchlicher Trägerschaft in den Blick und führt zahlreiche Beispiele aus kirchlichen Bildungseinrichtungen auf. Dieser Darstellung widerspricht im gleichen Heft der Alsfelder Ökumene-Referent Ralf Müller.

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Arbeitgeber Kirche
24.08.2016

"Das Tagesgeschäft den Fachleuten überlassen"

Gespräch mit dem Vorsitzenden des Verbands kirchlicher Mitarbeiter zum Arbeitsrecht in der EKHN

In der EKHN sind 11.128 Menschen hauptberuflich angestellt, mehr als die Hälfte davon in Kindergärten. Derzeit laufen neue Entgeltverhandlungen. Diese Verhandlungen um Gehälter, Urlaub und Arbeitsbedingungen finden nicht wie in der freien Wirtschaft üblich zwischen zwei autonomen Tarifpartnern statt (Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden), sondern in einer sogenannten „Arbeitsrechtlichen Kommission“, die je zur Hälfte aus Vertretern der „Dienstnehmer“ und der „Dienstgeber“ besteht. Die Vertreter der Beschäftigten werden nicht von diesen direkt gewählt und auch nicht über ihre gewählten „Mitarbeitervertretungen“ (MAV), sondern von Gewerkschaften und Mitarbeiterverbänden entsandt. Eine solche gewerkschaftliche Organisation ist der „VKM“ (Verband für Mitarbeitende in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und in der Diakonie in Hessen, e.V.). Im Interview erläutert dessen Vorsitzender Walter Roscher die Arbeit des VKM, strukturelle Probleme im kirchlichen Arbeitsfeld und seine Ideen für ein besseres Miteinander.

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Glosse
16.07.2016

Halber Advent im Sommer

Spielzeug-Luther bringt 50 Euro - mit Geduld, Glück und Urlaub

Mit einem kunststöfflichen Luther sollen die Protestanten des hessisch-nassauischen Territoriums diesen Sommer in den Urlaub gehen. Für ein nettes Foto der reformatorischen Playmobilfigur auf Malle oder in der Partnachklamm gibt es bei der Landeskirche die Chance, einen "Einkaufsgutscheine im Wert von bis zu 50 Euro bei einem Elektronikmarkt" zu gewinnen. Na dafür spielen wir doch gerne wieder mit Playmobil.

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Kirchenorganisation
05.06.2016

Synode könnte vielfältiger werden

Prof. Scherle referierte über Rolle und Arbeitsweise des "Kirchenparlaments"

Der Herborner Theologieprofessor Peter Scherle hat in einem Vortrag vor der Kirchensynode der EKHN angeregt, über die Wählbarkeit der nicht-theologischen Kirchenmitarbeiter nachzudenken. Zwar sei es "ein Missverständnis des Charakters der Synode, wenn Berufsgruppen und in der Kirche Beschäftigte auf eine personelle Vertretung ihrer Interessen in der Synode drängen". Doch die derzeitige Regelung, nach der die Synode zu einem Drittel aus Pfarrerinnen und Pfarrern und zu zwei Dritteln aus Ehrenamtlichen bestehe, zeige "ein strukturelles Problem". Es sei "zu klären, ob es neben dem 'Verkündigungsamt' und dem 'Leitungsamt', die in Artikel 6 Absatz 4 KO vorgesehen sind, nicht noch weitere 'Ämter' (wie z.B. ein kirchenmusikalisches, gemeindepädagogisches oder diakonisches Amt) in der EKHN geben soll, die dann auch in die Synode gewählt werden könnten." Im Dezember 2002 hatte die Kirchensynode beschlossen, dass hauptberufliche Mitarbeiter mit Ausnahme der Pfarrer nicht mehr wie bis dahin Mitglieder der Kirchensynode sein dürfen.

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