Archiv Kurzmeldungen

Jung beim Papst
Kirchenpräsident Volker Jung hat als Teil einer EKD-Delegation Papst Franziskus in Rom getroffen. Auf seiner Facebook-Seite schreibt Jung:
Ich denke, wir sind auf einem guten ökumenischen Weg. Und ich kann dem Papst nur zustimmen, wenn er vorschlägt, was wir brauchen: "Intensivierung des theologischen Dialogs", "Stärkung der praktischen Zusammenarbeit unter uns, vor allem im Dienst an denen, die am meisten leiden, und in der Fürsorge für die bedrohte Schöpfung"!

+ Strom und Gas will die EKHN künftig zentral für alle Kirchengemeinden einkaufen. Ein entsprechendes gesetz ist im November 2016 in erster Lesung beraten worden. Diskussionen und Rückmeldungen dazu sind daher jetzt möglich und sinnvoll, bevor mit zweiter und dritter Lesung - vermutlich im Mai oder November 2017 - das Gesetz beschlossen wird. Erste Informationen dazu im Magazin.
+ Stille Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan zum jetzigen Zeitpunkt am 22. Dezember 2016, 16 Uhr, Alsfeld Marktplatz. Zum ausführlichen Aufruf.
Ev. Kirche ist zeitgemäß
Im Auftrag der "Bild am Sonntag" hat "EMNID" eine Stichprobe der Bevölkerung nach ihrem Verhältnis zu Kirchen bzw. Christentum befragt. Eine Mehrheit sieht demnach Deutschland als nicht besonders von christlichen Werten geprägt. Die Einziehung der Kirchensteuer über die Finanzämter erhält eine knappe Zustimmung. Und "die evangelische Kirche" wird für zeitgemäß gehalten. Eine Übersicht bei der Forschungsgruppe Weltanschauungen.

Keine Judenmission
Am 9. November 2016 hat sich die EKD-Synode einstimmig gegen die Missionierung von Juden ausgesprochen. Damit knüpft sie an die Erklärung zu Luthers Antijudaismus aus dem vergangenen Jahr an, in der sie sich von Luthers Schmähungen gegenüber den Juden distanziert hatte. „Wir bekräftigen: Die Erwählung der Kirche ist nicht an die Stelle der Erwählung des Volkes Israel getreten. Gott steht in Treue zu seinem Volk“, heißt es in der heute verabschiedeten Erklärung. „Christen sind – ungeachtet ihrer Sendung in die Welt – nicht berufen, Israel den Weg zu Gott und seinem Heil zu weisen. Alle Bemühungen, Juden zum Religionswechsel zu bewegen, widersprechen dem Bekenntnis zur Treue Gottes und der Erwählung Israels.“

+ 2 neue Themen stehen im Magazin zum Diskutieren bereit: a) Die Kirchenleitung der EKHN hat ein Impulspapier zu Flucht und Migration vorgelegt. b) Prof. Scherle hat in einem Vortrag aufgezeigt, dass neben Theologen auch andere Professionen in der Kirchensynode vertreten sein sollten, wenn man ihnen ein "Amt" zuspricht, wie eben das Amt der Verkündigung im Pfarrdienst.
Verfolgte Christen
Überall auf der Welt werden Christen bedrängt und bedroht. Da kann man doch nicht länger zusehen, besonders in Syrien nicht! Was unternimmt die Evangelische Kirche in Deutschland dagegen? In Chrismon lesen Sie dazu ein Interview mit dem EKD-Referenten Thorsten Leißer.
+ Norbert Kelbassa, Diplom-Religionspädagoge im Ev. Dekanat Alsfeld, ist in den Vorstand der Gesamtmitarbeitervertretung (GMAV) gewählt worden. Innerhalb des siebenköpfigen Vorstands wurde er dann stellvertretenden Vorsitzender. Schon in der letzten Amtszeit gehörte Kelbassa dem Vorstand der GMAV an und hat dafür eine Teilfreistellung. Im Dekanat Alsfeld ist Kelbassa Vorsitzender der regionalen Mitarbeitervertretung (MAV). (01.06.2016)
Theologen und Politik
"Führende Protestanten begrüßen Wahlausgang" betitelt IDEA einen Artikel zum knappen Ausgang der österreichischen Bundespräsidentenwahl. Hoppala! Ist es die Aufgabe von "führenden Protestanten", nach einer demokratischen Wahl den Daumen nach oben oder unten zu halten? Haben sie nicht schlicht jedes rechtmäßige Wahlergebnis zu akzeptieren? (Und zu verstehen, dass wohl auch die von ihnen "Geführten" unterschiedlich abgestimmt haben?) Im übrigen ist es keine schlechte Tradition, wenn sich Kirchenaktive im Widerstreit zur Herrschaft finden.
Gegenwartsfragen des Sterbens
Das "Sepulkralmuseum" in Kassel hat einen neuen Leiter: Werner Tschacher möchte künftig verstärkt Gegenwartsfragen zu Tod und Sterben in Ausstellungen aufgreifen. Seit der Gründung 1992 hatte bisher Reiner Sörries das Museum geleitet, das auch u.a. von Konfirmandengruppen aus dem Dekanat Alsfeld regelmäßig besucht wird. Auf der Internetseite des Museums heißt es: "Dem Tod in all seinen Facetten widmet sich das Museum für Sepulkralkultur, einem Thema, das bei vielen Menschen Emotionen, vielleicht sogar Sorge und Angst hervorruft. Wer das Museum besucht hat, wird an der Ausgangstür mit den Worten verabschiedet: Leben Sie wohl!
Die Endlichkeit des Lebens mag auf den ersten Blick bedrückend sein, aber sie verleiht ihm auch seine unwiederbringliche Einmaligkeit." Mehr.
Wenn Eltern viel arbeiten
"Ich habe manchmal das Gefühl, mein Vater arbeitet 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Der träumt wahrscheinlich sogar davon, was er am nächsten Tag irgendwo sagen muss. Aber ich hab’ nie das Gefühl, dass er total fertig ist. Zumindest körperlich. Ich weiß, dass ihn seine Arbeit durchaus mitnimmt, aber mir hat er immer das Gefühl gegeben: Er will arbeiten, er hat da Lust drauf." Das sagt Christina Jung über ihren Vater, Kirchenpräsident der EKHN, in einem Interview, das Chrismon mit drei Kindern beruflich stark beanspruchter Eltern geführt hat. Gespräch lesen: Titelthema im Mai.
Kirchenpräsident: "Tretet ihr für Gerechtigkeit ein?"
Zum Einmischen in Politik und Gesellschaft rief Kirchenpräsident Volker Jung bei einer Rede vor der Dekanatssynode Vogelsberg auf. Kirche sei eine wichtige Stütze für den gesellschaftlichen Dialog. Insbesondere das Engagement in der Flüchtlingsfrage habe viele Menschen tief beeindruckt und ermutigt. Zum ausführlichen Bericht.
Freiwillige für Lutherjahr gesucht
Die Geschäftsstelle des Vereins "Reformationsjubiläum 2017 e.V." hat im derzeit leer stehenden Melanchthon-Gymnasium Wittenberg Quartier genommen - mit 50 Mitarbeitern, die auf 80 aufgestockt werden. Hinzukommen sollen auch 300 Freiwillige, die derzeit gesucht werden.
+ Zu ihrer 2. Tagung kam die XII. Dekanatssynode am 22. April 2016 in  Altenburg zusammen. Die wichtigsten Wahlergebnisse hier
+ Einen Konzert-Gottesdienst gestaltet der Gospelchor "150 Ps" an diesem Sonntag (10. April) in der Evangelischen Kirche Kirtorf. Mehr Infos hier.
+ Im Einsatz für Kröten, Frösche und Molche waren die Evangelischen Pfadfinder Vogelsberg (EPV) auch in dieser Saison. Über das von ihnen im letzten Jahr gegründete "Netzwerk Amphibienschutz Vogelsberg" trauschen sie sich auch mit Nabu, Bund und anderen freien Gruppen aus. Berichterstattung in der Oberhessischen Zeitung, auf Oberhessen-Live (zu einer gemeinsamen Aktion mit der Polizei) und in der Alsfelder Allgemeinen Zeitung.
+ Eine neue Mitarbeitervertretung (MAV) für die Amtszeit bis 2020 ist gewählt. Mitglieder sind: Christa Funk, Norbert Kelbassa, Christel Kisser, Brigitte Lang, Eva Schwalm, Gudrun Seim, Viktoria Vogelbacher, Bärbel Weber und Valentin Zimmerling. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,7 %. In der konstituierenden Sitzung für die neue Wahlperiode (01.04.2016 – 31.03.2020) werden Vorsitz und Stellvertretung gewählt werden. Mehr zur MAV in ihrer Rubrik. Mehr zur MAV-Wahl im Magazin.
+ Lutherweg: Derzeit wird zwischen Worms und Wittenberg gehämmert, gesprayt und geschnitten, was das Zeug hält. Die Route für den neuen Lutherweg wird ausgeschildert, der im Sommer etappenweise eröffnet wird. Die Organisation übernimmt weiterhin der Verein „Lutherweg in Hessen e.V.“ mit Sitz im Romrod, von dem die Initiative für das Projekt ausging. Mehr:::

+ Der diesjährige Weltgebetstag kommt aus Kuba. Alle Gottesdienste finden Sie hier.

Mehr Pfarrer in Synode
Um die Dekanatssynoden vor allem nach den anstehenden Fusionen noch überschaubar groß zu halten, hat die Kirchensynode der EKHN im November 2013 eine Änderung des Wahlmodus beschlossen. Da die Zahl der Delegierten aus den Kirchengemeinden verringert wurde, musste für die Pfarrer ein neues Delegationsverfahren geschaffen werden, da sie nach einem ungeschriebenen, aber heiligen Gesetz der EKHN ein Drittel der Parlamentsplätze besetzen müssen. Deshalb wählen inzwischen die Pfarrer ihre Vertreter selbst in die Dekanatssynode - so viele, wie ihnen Plätze zustehen. Das Verfahrne hat u.a. der Präses der Wetterau, Berufspolitiker Tobias Utter, kritisiert. Im Dekanat Alsfeld hat der neue Wahlmodus allerdings den umgekehrten Effekt: Wegen der Vielzahl kleiner Gemeinden sitzen nun mehr Pfarrer in der Synode als zuvor, nämlich alle (einschließlich der Schulpfarrer) - und das Drittel haben sie damit noch nicht  ganz voll. Mehr dazu im Magazin.
+ Sylvia Bräuning ist erneut zur ehrenamtlichen Präses gewählt worden. Bei ihrer konstituierenden Tagung betraute die neue Dekanatssynode die 51-Jährige aus Nieder-Ofleiden, die den Vorsitz erst vor anderthalb Jahren übernommen hatte, erneut mit dem Spitzenamt. Alle Wahlergebnisse finden Sie hier.

Schlaumeier
Warum hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nicht mehr Mitarbeiter, um Asylanträge zu bearbeiten? Warum müssen Flüchtlinge in Zelten campieren statt in Wohnungen? Warum stehen nicht genügend Plätze für die Betreuung minderjähriger Flüchtlinge, die ohne Eltern oder Verwandte kommen, zur Verfügung? Warum...?
Auf einer Journalisten-Konferenz in Dortmund stellte sich am 13. November Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) eine Stunde lang vielen Fragen zur Flüchtlingspolitik. Seine erste Antwort auf die vielen Fragen, die eigentlich Vorwürfe waren, war für die Schar von Berufskritikern entwaffnend: "Weil ihr Journalisten Schlaumeier seid!", raunzte der Vizekanzler. Er jedenfalls habe die große Zahl von Flüchtlingen so nicht kommen sehen - und auch in keiner Zeitung eine Vorankündigung gelesen. Mehr

Synode ohne Papier
Die Württembergische Synode hat sich als erste in Deutschland von Papierdokumenten verabschiedet. Alle Anträge, Gesetzentwürfe und Berichte gibt es in diesem Herbst nur noch digital. Für Gäste und Journalisten wird aber noch Papier angeboten. Ausführlich hier
Idea löscht Beiträge
Die evangelische Nachrichtenagentur "Idea" (Wetzlar) hat einen Kommentar ihres freien Autors Uwe Siemon-Netto gelöscht, nachdem er zwei Tage online war und für teils heftige Reaktionen gesorgt hatte. Siemon-Netto, Journalist und Theologe, hatte sich für einen Konfrontationskurs mit "dem Islam" ausgesprochen. Idea löschte allerdings nicht nur den umstrittenen Kommentar, sondern auch alle Anfragen und Statements dazu. [Mehr]
Kirche und Facebook
Wie können Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen das Social-Media-Netzwerk "Facebook" für ihre Kommunikation nutzen? Was gilt es zu beachten? Aus 5 Jahren Erfahrung mit der Öffentlichkeitsarbeit auf Facebook gibt es beim "Referat Ö" einige Tipps dazu.
+ Der offene Jugendtreff des Café Online Alsfeld startet am 28. Oktober mit neuen Öffnungszeiten und neuem Konzept. Das soll Jugendlichen ab zehn Jahren die Möglichkeit bieten, ihre Freizeit nach der Schule in einem betreuten Umfeld zu verbringen. Montags gibt es ein Angebot für Mädchen, das Café "only for girls" ist von 15.30 bis 18 Uhr geöffnet. Dienstags und donnerstags bietet der Jugendtreff von 15.30 bis 18 Uhr ein offenes Angebot mit verschiedenen Workshops wie Billard, Tischtennis oder Tischfußball. Mittwochs findet von 17 bis 19.30 Uhr der Spieletreff statt. Hier wird es wöchentlich ein wechselndes Spieleangebot geben. Freitags ist geschlossen.
+ Eine Flüchtlingsresolution hat die Synode des Evangelischen Dekanats Alsfeld beschlossen.
+ Eine internationale Jugend-Klima-Konferenz beginnt am 15. Oktober in Lauterbach. Die vielfältigen internationalen Kontakte sind vor allem Horst Kraft zu verdanken, der sie über die Jahrzehnte seiner Arbeit in der Dekanatsjugendarbeit aufgebaut hat. Mehr.
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