Bräuning,  Sylvia

Präses (Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstands)

Im Oktober 2014 hat die Dekanatssynode als Versammlung aller Kirchengemeinden eine neue Vorsitzende gewählt: Sylvia Bräuning. Die 50-Jährige trat damit die Nachfolge von Horst Schopbach an, der 22 Jahre lang Vorsitzender (Präses) war. Im Februar 2016 wählte die neue XII. Dekanatssynode Bräuning erneut zur Vorsitzenden, die damit das Dekanat bis zur Fusion mit dem Dekanat Vogelsberg 2019 führen soll - dann wird neu gewählt.

Geboren wurde Sylvia Bräuning in Crumstadt, das heute zu Riedstadt gehört. Mit den Eltern, einer Verkäuferin und einem Installateur, ihrer Schwester und ihren beiden Brüdern ist sie mehrmals umgezogen. Als sie sechs Jahre alt war, trennten sich die Eltern. Mutter und Stiefvater betrieben dann eine Tankstelle, in der sie tatkräftig aushalf, "man musste sich ja ein bisschen Taschengeld verdienen".

Schließlich zogen sie nach Ober-Ofleiden in ein großes Fachwerkhaus. Um ihr Abitur in Frankfurt zu machen, pendelte Sylvia Bräuning ein Jahr lang täglich mit ihrem Käfer von der Ohm an den Main.

Mehr Infos: Interview mit Präses Bräuning

Im Posaunenchor Nieder-Ofleiden lernte sie ihren späteren Ehemann kennen. Trompete spielte sie schon seit ihrem zehnten Lebensjahr, später übernahm sie die Jungbläserausbildung und legte die kirchliche Prüfung zur Posaunenchorleiterin ab. 

1986 heiratete sie, 1991 und 1993 kamen die beiden Söhne zur Welt und bereits 1995 verstarb ihr Ehemann. Eltern und Schwiegereltern kümmerten sich daher sehr intensiv um die Enkel, so dass Sylvia Bräuning kontinuierlich halbtags bei der VR-Bank Hessenland eG arbeiten konnte.
Heute wohnt Bräuning mit dem  älteren Sohn, dessen Partnerin und einem vierjährigen Enkelkind in Nieder-Ofleiden. Sie ist begeisterte Karnevalistin und geht seit Jahren in die Bütt.

Seit 1993 arbeitet Bräuning in den Kirchenvorständen ihres Kirchspiels mit, das aus drei Gemeinden und vier Dörfern besteht. Viele Jahre war sie auch im Kindergottesdienst aktiv. Seit 2003 gehört sie der Dekanatssynode Alsfeld an.

Intensiv mit Glaubensfragen beschäftigt hatte sich Bräuning schon als Jugendliche beim Verband "Entschieden für Christus" (EC) in Hahn, das seit 1972 zu Pfungstadt gehört.

Die erste Amtszeit als Vorsitzende des Dekanatssynodalvorstands (DSV) und damit auch als Leiterin der Dekanatssynode wird für Syliva Bräuning kurz sein. Denn nach den Kirchenvorstandswahlen am 26. April 2015 wird zum 1. Januar 2016 auch die Dekanatssynode neu konstituiert, direkt bei der ersten Tagung ist dann auch ein neuer Vorstand zu wählen. Gleichwohl hat sie sich für die 14 Monate viel vorgenommen. Besonders wichtig ist der neuen  Vorsitzenden eine offene Gesprächskultur. Sie möchte eine regelmäßige Sprechstunde anbieten und die Kirchenvorstände besuchen. Bei der letzten Tagung der amtierenden Dekanatssynode im September 2015 möchte sie die synodale Arbeit bilanzieren und Ideen zur Verbesserung der Gremienarbeit sammeln. "Darin liegt doch gerade das besondere Potential von uns Ehrenamtlichen", sagt sie: "wir dürfen jede Idee und jeden Gedanken aussprechen, wir sind da völlig frei und haben nichts zu verlieren."