Fortbildung-Weiterbildung-Schulung

Der Arbeitgeber möchte, dass ich mich fortbilde und schickt mich auf eine Schulung, oder war es eine Weiterbildung die er mir nahe gelegt hat?

Weiterbildung, Fortbildung, Schulung unterschiedliche Begriffe, die ganz verschiedene Rahmenbedingungen haben.  

Jedem Mitarbeitenden, der seit mindestens 6 Monaten beschäftigt ist, stehen 7 Tage Fortbildungsurlaub pro Jahr zu. Bei nicht Inanspruchnahme können max. 4 Tage ins neue Jahr übertragen  werden. Bei längeren Fortbildungen kann im Einzelfall  Fortbildungsurlaub auch im „Vorgriff“ gewährt werden (max. 6 Jahre)

1.    Was ist der Unterschied zwischen einer Schulung und einer Fortbildung?

Eine Maßnahme oder Schulung, die dienstlich angeordnet ist, ist Dienstzeit. (§ 10 Absatz 1). Die Kosten werden vom Arbeitgeber übernommen. Zur Fahrtkostenerstattung wird ein Dienstreiseantrag (nach dem Bundesreisekostengesetz) gestellt. (§ 12 Absatz 2 / Personalfördergesetz).

Für eine Fortbildung wird Fortbildungsurlaub erteilt. Es erfolgt eine Freistellung vom Dienst. FB-Tage, die in der Freizeit liegen können nicht abgegolten werden. (§ 10 Absatz 1)

Die Kosten für eine Fortbildung werden bezuschusst (60,00 € pro FB Tag, aber max. 240,00 € im Jahr). Dieser Zuschuss kann erhöht werden bei Mitarbeitenden der Gehaltsstufen E1 – E8. Fahrtkosten werden nicht erstattet (§ 4 Absatz 4).

2.    Wann handelt es sich um eine Weiterbildung?

Weiterbildungen sind langfristige Maßnahmen, die in der Regel mit einem berufsqualifizierenden Zertifikat abschließen. Der Arbeitgeber kann einen  Zuschuss zahlen oder/und auch ein Darlehen gewähren. Der Mitarbeitende sollte mindestens 1/3 der Kosten selbst zahlen (max. 2600).

Es ist immer ein Weiterbildungsvertrag abzuschließen in dem alle Modalitäten vereinbart werden. (Kosten, Eigenanteil, Rückzahlmodus, Arbeitsplatzbindungsdauer u.s.w)

Eine Übersicht über die einzelnen Möglichkeiten und wie ein Antrag zu stellen ist findet ihr hier.