Warme Sachen in Hülle und Fülle

Wohnungsnotfallhilfe La Strada freut sich über Kleiderspende des Lions-Club Alsfeld-Lauterbach

Als Einrichtung der Wohnungsnotfallhilfe des regionalen Diakonischen Werkes im Vogelsbergkreis bietet die Wohnungsnotfallhilfe LaStrada Menschen Hilfe an, die in den allermeisten Fällen aus Bezügen und Systemen herausgefallen sind. Sie leben oft ohne jeden sozialen und wirtschaftlichen Rückhalt auf den Straßen, ihre Not ist groß.
In der Alsfelder Einrichtung finden solche Menschen eine Bleibe – gedacht als vorübergehende Unterkunft, die für ein paar Wochen ein wärmendes Zuhause sein kann, in manchen Fällen aber auch zu ersten und weiteren Maßnahmen der Sozialisierung führen können, wie Bereichsleiter Andreas Wiedenhöft anlässlich einer großen Spendenübergabe den Besuchern vom Lions-Club Alsfeld-Lauterbach berichtete. Dabei sind die Mitglieder des Clubs in der Regel alte Bekannte: Seit sechzehn Jahren bereits spendet die Organisation alljährlich zu Weihnachten warme, robuste Wintersachen, finanziert aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen, wie Präsident Gerhold Balzer erläuterte. „Der Beschluss, LaStrada zu unterstützen, wird in unserem Gremium stets einstimmig getroffen“, so Balzer, der damit die Bedeutung unterstrich, die die Wohnungsnothilfe bei den Lions hat. „Ihre Arbeit ist gesellschaftlich von großer Wichtigkeit“, betonte er.
Zurück geht diese inzwischen traditionelle Zuwendung auf die Initiative des Lions-Mitglieds Arno Fink. Er hat sich – nach Absprache mit Wiedenhöft – auch in diesem Jahr wieder um die Kleiderspende gekümmert: Steppwesten, Hosen, dicke Jacken, Handschuhe, Schuhe in allen Größen und noch vieles mehr hatte er mitgebracht, und während er und seine Mitstreiter Gerhold Balzer, Alexander Klohk und Prof. Dr. Hans-Otto Wahl sich über die Wohnungsnothilfe informierten, breiteten die derzeitigen Bewohner der Einrichtung alle Kleidungsstücke wie in einem kleinen Kaufhaus aus. 1.100 Euro hatten die Lions bereitgestellt, der Warenwert der schier zahllosen Kleidungsstücke, ging aber weit darüber hinaus, wie Fink ausführte und wie auch für jeden ersichtlich war: Der Kooperationspartner der Lions, das Kaufhaus Schwalbach in Liederbach, stockte den Betrag durch eine mehr als großzügige Abrechnung um ein Vielfaches auf.
Derzeit werden in den verschiedenen Bereichen der Wohnungsnothilfe, der Fachberatung, dem Tagesaufenthalt, dem Übergangswohnheim und dem Betreuten Wohnen etwa 60 Menschen betreut. „Unser Angebot ist niedrigschwellig, so gut wie bedingungslos“, erläuterte Wiedenhöft. Menschen in Not kommen zum LaStrada und werden aufgenommen. Platz wird irgendwie immer passend gemacht, und ob jemand nur eine Nacht bleiben möchte oder auf Maßnahmen zur Resozialisierung hofft, bleibt jedem zunächst selbst überlassen. Angebote dazu gibt es beim LaStrada. Wiedenhöft betonte bei dieser Gelegenheit auch, wie wichtig eine gute, oft auch kulante und zugewandte Kooperation mit den Behörden ist: Sowohl Landkreis, Polizei und Staatsanwaltschaft sind mehr oder weniger oft involviert – die Zusammenarbeit verlaufe stets gut und mit dem Wohl des Klienten im Blick.
Es hätte noch viel gegeben, was die Herren vom LaStrada über die Arbeit von Wiedenhöft und seinem 15-köpfigen Team hätten erfahren wollen und können, doch die Spenden lagen bereit. Und da wollte man die Beschenkten nicht unnötig warten lassen. Schließlich ist bald Winter und warme Sachen tun not. Besonders auf der Straße.
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Bildunterschrift:
Andreas Wiedenhöft freute sich sehr über das, was Gerhold Balzer, Arno Fink, Alexander Klohk und Prof. Dr. Hans-Otto Wahl mitgebracht hatten.
Text und Bild: Traudi Schlitt
23.12.2017