Die Visitenkarte der Gemeinde

18 Sätze zur Orientierung für die Gemeindebrief-Arbeit in der EKHN

Die folgenden 18 Sätze verstehen sich als orientierende Leitlinien. Sie  nehmen Leitlinien des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (gep) von 1995 auf und aktualisieren sie 2011 für die EKHN.
1. Der Gemeindebrief ist die Visitenkarte der Kirchengemeinde. Er ist das Kommunikationsmittel der Gemeinde und das der Gesamtkirche mit der größten Reichweite.

2. Der Gemeindebrief ist für alle Kirchenmitglieder und evangelischen Haushalte da, unabhängig vom Grad ihrer Beteiligung am kirchlichen Leben.

3. Der Gemeindebrief ist ein grundlegendes Element gemeindlicher Öffentlichkeitsarbeit. Er ist eingebettet in ein kommunikatives Gesamtkonzept.

4. Der Gemeindebrief initiiert und fördert die Kommunikation aller Kirchenmitglieder untereinander und mit ihrer Kirchengemeinde.

5. Der Gemeindebrief ist ein journalistisch gestaltetes Medium. Dieses gibt Informationen sorgfältig aufbereitet weiter, vermittelt Neues und Interessantes und legt Rechenschaft über die gemeindliche Arbeit ab.

6.  Der Gemeindebrief zeigt evangelisches Profil. Er bietet christliche Orientierung an, weist einladend auf die Aktivitäten der Gemeinde hin und weckt Sympathie und Vertrauen für die Evangelische Kirche. 

7. Die Erwartungen der Leserinnen und Leser an den Gemeindebrief sind vielfältig und hoch. Ein guter Gemeindebrief zeichnet sich durch Aktualität, Themenvielfalt, Originalität, unterschiedliche Darstellungsformen, gute Druckqualität und ansprechende grafische Gestaltung aus.

8. Der Gemeindebrief ist vor allem ein lokales Medium. Er macht die Verbindung von persönlichem Glauben, Aktivitäten der Kirchengemeinde vor Ort und nachbarschaftlichem und kommunalem Leben sichtbar, stellt aber auch weiter reichende Verbindungen her.

9. Der Gemeindebrief ist keine Maßnahme gesamtkirchlicher Öffentlichkeitsarbeit. Er macht jedoch auch die Zusammengehörigkeit der Ortsgemeinde mit der Gesamtkirche EKHN und ihren ökumenischen Partnerkirchen deutlich.

10. Gemeindebriefe von Kirchengemeinden der EKHN schaffen mit dem Gebrauch des EKHN-Logos „Facettenkreuz“ gesamtkirchliche Wiedererkennung.

11. Der Gemeindebrief erscheint sechsmal im Jahr (nach Möglichkeit häufiger), um eine angemessene Leser-Blatt-Bindung zu entwickeln.

12. Der Gemeindebrief wird allen evangelischen Haushalten im Gemeindegebiet zugestellt. Nach Möglichkeit erhalten auch (alle) andere(n) Haushalte der Nachbarschaft den Gemeindebrief. Die Kontakte der Gemeinde werden gefördert, wenn der Gemeindebrief persönlich an die Empfänger übergeben wird.

13. Der Gemeindebrief wird kostenlos verteilt. Von den Empfängern werden keine Abonnementsgebühren erhoben.

14. Herausgeberin des Gemeindebriefs ist die Kirchengemeinde, vertreten durch den Kirchenvorstand.

15. Der Kirchenvorstand beauftragt eine Gruppe von (ehrenamtlichen) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit der Redaktion des Gemeindebriefs. Der Kirchenvorstand legt die mit der Herausgabe verfolgten Ziele fest und verteilt die Aufgaben.

16. Die Redaktion arbeitet im Sinne der Zielsetzung eigenverantwortlich.

17. Die Kirchengemeinde stellt ausreichende Haushaltsmittel für Herstellung und Vertrieb des Gemeindebriefes bereit.

18. Die Gesamtkirche und die Dekanate unterstützen die Gemeindebrief-Arbeit der Kirchengemeinden durch Angebote von Beratung und Fortbildung und durch weitere Maßnahmen.



Martin K. Reinel, Koordination Regionale Öffentlichkeitsarbeit der EKHN, Mai 2011

(Grundlage: Werbende Gemeinde - Ein Handbuch. Herausgegeben vom Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, gep, in Zusammenarbeit mit dem Redaktionskreis WerbeDienst, 1995, S. 94 – 95)  
13.02.2014