Evangelische Freiheit lebt gerade auch in der Kommunikation

Zum redaktionellen Aufbau der Website Alsfeld-evangelisch.de

Der neue Internetauftritt des Evangelischen Dekanats Alsfeld unterscheidet sich nicht nur optisch vom Vorgänger. Getreu dem wichtigen Grafikermotto "form follows function" hat sich vor allem die Konzeption deutlich geändert.

Der Anspruch dieser Website Alsfeld-evangelisch.de ist in der grundlegenden Konzeption für die Öffentlichkeitsarbeit festgeschrieben:

  • Alsfeld-evangelisch.de wird die zentrale Anlaufstelle im Internet für die evangelische Kirche und zur evangelischen Kirche in der Region.
  • Alsfeld-evangelisch.de bindet Leser an sich, die regelmäßig auf die Website kommen (und nicht nur zufällig, etwa durch Ergebnisse einer Suchmaschinenabfrage), die daher Informationen kontinuierlich verfolgen und die sich ggf. selbst einbringen, die Informationen auch auf anderem Wege etwa im Gespräch vor Ort weitergeben und so zu Multiplikatoren, aber auch kritischen Partnern werden.
  • Alsfeld-evangelisch.de fördert die Diskussion über Kirchenthemen und greift laufende Diskussionen auf.
  • Ein großer Teil der Konfirmandengruppen lernt Alsfeld-evangelisch.de im Rahmen der Konfiarbeit kennen und beteiligt sich punktuell oder projektbezogen an geeigneter Stelle.
  • Die Gemeinden liefern von sich aus Beiträge oder nutzen, so sie keine eigene Internetpräsenz haben, die Möglichkeiten des Systems für ihre Eigendarstellung.

Die Website ist dabei als Teil der kirchlichen Arbeit Kommunikationsplattform für die fünf Handlungsfelder Verkündigung, Seelsorge und Beratung, Bildung, Gesellschaftliche Verantwortung und Ökumene und für die beiden Ebenen Dekanat und Gemeinden des Dekanats.

Konkrete Aufgaben für diese Website sind (ebenfalls im Kommunikationskonzept festgelegt):

  • Öffentliche Darstellung des Dekanats, seiner Gremien und Arbeitsbereiche
  • Information und Diskussion kirchlicher Prozesse, Themen und Entscheidungen
  • Vernetzung mit anderen Dekanaten (Austausch von Ideen, Nutzung von Synergien
  • Unterstützung der Kommunikation zwischen den Gemeinden und Einrichtungen des Dekanats einerseits und diesen und der Öffentlichkeit andererseits
  • Medienarbeit zu Dekanatsveranstaltungen


Die Website Alsfeld-evangelisch.de hat mit allen drei Organisationsebenen der EKHN zu tun: mit den Gemeinden, mit den Dekanaten (vor allem natürlich dem eigenen) und der Kirchenleitung im weiteren Sinn (also Kirchensynode, Kirchenleitung und Kirchenverwaltung, in der Kirchenordnung "Gesamtkirche" genannt). Organisiert wird das Webangebot aber ohne Frage vom Dekanat, wobei es den Kirchengemeinden die Möglichkeit zur eigenverantwortlichen Publikation eröffnet.

Um die zurecht häufig gestellte Frage nach der Verantwortlichkeit möglichst schnell zu beantworten, ist das Webangebot in drei Bereiche gegliedert:

1. Die Gemeinden
Jeder Kirchengemeinde unseres Dekanats steht ein eigenständiger, deutlich gekennzeichneter Raum für die Darstellung der eigenen Arbeit, für Ankündigungen, Diskussionen, Beteiligungen und anderes mehr zur Verfügung. Die Verantwortung liegt beim jeweiligen Presbyteriums-Vorsitz. Jede Gemeinde kann beliebig viele Zugänge zu ihrem Bereich erhalten, also unbegrenzt viele Mitarbeiter aktiv einbinden. Das Dekanat stellt hierbei nur die technischen Ressourcen zur Verfügung, wobei die Gemeinden bei der Einarbeitung in das technische System und bei auftretenden Problemen im Rahmen des Möglichen auch personell unterstützt werden.

2.  Das Dekanat und seine Arbeitsgebiete
Dieser Bereich umfasst die Hauptrubriken "Dekanat", "Fachbereiche", "Seelsorge und Beratung" sowie "Diakonie". Verantwortlich sind die jeweils im Kontakt angegebenen Mitarbeitenden. So können die synodalen Ausschüsse in eigener Verantwortung über ihre Arbeit berichten oder Positionen vertreten, ebenso die Dekanatsjugendarbeit, der Bildungsreferent oder die Gleichstellungsbeauftragte. Es ist nicht so, wie manch Außenstehender schon gedacht hat, dass hier für alles der Dekanatssynodalvorstand und in Person der Präses und der Dekan verantwortlich sind. Ein solches Organigramm würde eine zentrale Steuerung aller Arbeitsbereiche erfordern, die Kirche weder leisten kann noch leisten will. Es ist offensichtlich, dass etwa die Evangelische Jugendvertretung im Dekanat (EJVD) nur in ihrem eigenen Namen publiziert und nicht im Namen des Dekanatssynodalvorstands, dass sie aber genau dies auch tun soll: nämlich sich äußern, die Stimme der Jugendlichen vernehmbar machen, sich als eigenständigen, selbstbestimmten Teil der evangelischen Kirche verstehen.
Ebenso offensichtlich ist es bei der Mitarbeitervertretung (MAV), die den Vortrag ihrer Anliegen wohl kaum vom Placet des Arbeitgebers abhängig machen kann - dies würde die Idee der Mitarbeitervertretung - zu der wie zu allem menschlicihen Handeln wesentlich die Kommunikation gehört - ad absurdum führen. Und auch den Fachreferenten wird man keinen Nicht-Fachmann als publizistisch Verantwortlichen vorsetzen wollen.
Deutlich wie nur in wenigen anderen Bereichen kommt hier das Bekenntnis der 4. These in der  Barmer Theologischen Erklärung zum Ausdruck: "Die verschiedenen Ämter in der Kirche begründen keine Herrschaft der einen über die anderen, sondern die Ausübung des der ganzen Gemeinde anvertrauten und befohlenen Dienstes."
Ehrenamtliche und Hauptamtliche, Theologen, Pädagogen, Soziologen, Musiker, Prädikanten und viele mehr bringen sich hier ein, stellen sich mit ihrer Arbeit der Diskussion, verkünden ihren Glauben und streiten für ihre Mission. 

3.  Das Magazin
Als eigenständiger Bereich ist in die neue Homepage ein Online-Magazin integriert, das (zunächst) auch nur genau so heißt: Magazin. Dieses ist explizit nicht Verlautbarungsorgan des Dekanats, also seiner Gremien und Leitenden, sondern Teil der evangelischen Publizistik. Es wird also ausschließlich nach redaktionell-journalistischen Kriterien betrieben - so wie die Sonntagszeitung, so wie "Evangelisches Frankfurt", wie der epd und wie auch viele Gemeindebriefe -, und ist Teil der evangelischen Publizistik. Verantwortlich ist der Referent für Öffentlichkeitsarbeit.

4. Der Terminkalender
Eine Schnittstelle zwischen den drei zuvor genannten Bereichen ist der Terminkalender. Denn er beinhaltet die Eintragungen aller Beteiligten. Veranstaltungen der Gemeinden erscheinen zunächst auf der jeweiligen Gemeindeseite, aber eben auch im Gesamtkalender. Ebenso pflegen die Fachbereiche und das Dekanat ihre eigenen Termindaten. Über die Suchfunktion können alle Termine, egal von wem wo veröffentlicht, gefunden werden. Ein wichtiges Ziel der Internetarbeit bleibt es, möglichst vollständig die Veranstaltung im Raum des Dekanats im Kalender abzubilden. Dies soll auch der Planung dienen, da man zunächst schauen kann, ob zu einem bestimmten Datum bereits Veranstaltungen geplant sind.

 

Für Leserinnen und Leser von Alsfeld-evangelisch.de bedeutet die Konzeption dieser Website, sich mit Reaktionen zu Veröffentlichtem möglichst direkt an den für den jeweiligen Bereich Verantwortlichen zu wenden. Auf den meisten Seiten gibt es für eine öffentliche Stellungnahme eine Kommentarfunktion, zu allen Verantwortlichen sind direkte Kontaktmöglichkeiten angegeben.

Die neue Website des Dekanats ist mit dieser Ausrichtung nun in der Erprobungsphase. Dabei wird es nicht darum gehen, den grundsätzlichen Anspruch an eine offene, bedeutungsvolle Kommunikation zu evaluieren, sondern Abläufe, technische Erfordernisse und personelle wie finanzielle Ressourcen dem tatsächlichen Bedarf  anzupassen. Alles weitere hängt also wesentlich davon ab, wie und wie intensiv die Website genutzt wird, welche öffentliche Bedeutung sie erlangt.

Herzlich willkommen also auf Alsfeld-evangelisch.de !

29.11.2011
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