Niemals eine solche Flut erlebt

Straßen und Brücken zerstört, Internationaler Flughafen Cochin auf Wochen nicht nutzbar

Selbst die Ältesten hätten niemals eine solche Flut erlebt. Kerala bestehe aus 14 eigenständigen Regioen. Über dreizehn Regionen davon sei die "Alarmstufe rot" ausgerufen. Dies berichtet am Sonntagabend Dr. Abraham Daniel, der ehemalige Leiter des Henry-Baker-Colleges. Die höher gelegenen Regionen seien weniger stark betroffen. Es triffe die Ärmsten der Armen, insbesondere Wanderarbeiter, die aus dem Nachbarstaat Tamil Nadu nach Kerala gekommen sind.

Dreizehn Regionen leiden unter dem heftigen Regen, der Flut und den Ertrutschen. Aktuelle Nachrichten gingen davon aus, dass 300 Menschen ihr Leben verloren haben. Die Zahl der Totesopfer werde aber ansteigen. Annähernd 800.000 Menschen befinden sich in Notunterkünften, die über ganz Kerala verstreut sind. Besonders betroffen seien die Regionen Alleppy, Pathanamthitta, Ernakulam, Kannur, Wyanade und die niedriger gelegenen Gebiete der Region Kottayam, wo sich die Wasserfluten im Kuamarakom-See sammelten. Die Armee setzte Rettungshubschrauber ein. Über 600 Booteseien im Einsatz, um Menschen aus den überfluteten Gebieten zu retten und in die Notlager zu bringen. In den letzten fünf Tagen seien die Armee, die navy (ob Marine oder allgemein Schifffahrt gemeint ist, geht aus der der Mail nicht hervor - rm) durchgängig mit diesen Evakuierungen im Einsatz gewesen - unterstützt von allen Keralesen, die die Möglichkeit besitzen, an Rettungen mitzuwirken. Ohne diesen Einsatz wären Tausende ertrunken. Eine solche Flut habe es zuletzt in 1924 gegeben.
Dann geht Dr. Abraham auf die Region unserer Partnerdiözese ein: Am schlimmsten seien hier die Regionen Idukki und Vandiperiyar betroffen. Hier seien die Tamilen, Menschen aus dem Nachbarstaat Tamil Nadu, besonders betroffen, die nahe dem Staudamm Mullaperiyar wohnten. Der Damm müsse wegen der Wassermassen entlastet werden und flute das Gebiet der Tamilen bei Vandiperiyar. Innerhalb der Diözese sei dieser Ort am stärksten betroffen und benötige Hilfe. Abraham selbst lebe in den höher gelegenen Gebieten der REgion Kottayam, dieser sei nicht so stark betroffen. Hier seien auch keine Todesopfer zu beklagen.
Die Regierung und zahlreiche Freiwilligenorganisationen sind inzwischen damit vorangekommen, die Menschen insbesondere in den Notlagern mit Nahrungsmitteln und weiterem Material zu versorgen.
"Die Berichte von der Flut sind traurig, herzzerreißend", so Abraham Daniel. Der Internationale Flughafen Cochin sei völlig zerstört und geschlossen. Es werde Wochen dauern, bis hier wieder Flugzeuge landen. Nur leinere Maschinen könnten momentan einen Militärflughafen nutzen. Alle Straßen in den niedriger gelegenen Gebieten seien zerstört, ebenso viele Brücken.
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Text:  Monsun-Nothilfe Kerala 2018
20.08.2018