Kämpfe gegen Windmühlen und Cultur-Clash zwischen Orient und Okzident

"Tee mit Ayman": Ober-Ofleidenerin schreibt Buch über ihre Erfahrungen als Flüchtlingsbegleiterin

Wenn der Klappentext des Buches von einer 750-Seelen-Gemeinde im Vogelsberg spricht, dann ist Nieder-Ofleiden gemeint.  Die Ober-Ofleidener Autorin Astrid Ruppert hat bereits mehrere Romane verfasst, einige davon haben als Verfilmung ihren Weg ins Fernsehen gefunden. Mit ihrem neuen Buch verlässt Ruppert den Bereich der Fiktion und beschreibt - sicherlich wieder filmreif - die Realität: Von Juli bis Oktober 2015 nahm sie an unserer "Grundqualifizierung Flüchtlingsbegleiter im Ehrenamt" teil und ist seitdem für geflüchtete Menschen in Nieder-Ofleiden und Homberg aktiv. Über  ihre Erfahrungen hat sie über ein Jahr in einer Kolumne in der Alsfelder Allgemeinen berichtet. Mit Unterstützung der EKHN gelangen diese Erfahrungen nun zwischen zwei Buchdeckel: Tee mit Ayman kommt dieser Tage auf den Buchmarkt.
Ayman, 27,  ist einer der vielen Syrer, der im Sommer 2015 nach Deutschland kommt. Sein Leben hier beginnt in einer 750 Seelen zählenden Gemeinde im hessischen Vogelsberg. Dort begegnet ihm die Autorin Astrid Ruppert im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten. Aus den ersten Skizzen über ihre Begegnungen mit Ayman und den anderen Bewohnern der kleinen Gemeinschaftsunterkunft auf dem Land entstehen wöchentliche Kolumnen, die in der Alsfelder Allgemeinen Zeitung erscheinen und sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Diese sind hier in einem Buch neu zusammengestellt. In ganz persönlichem Ton schildert die Autorin ihre Erlebnisse und reflektiert dabei sowohl den Alltag der Geflüchteten als auch das Tagesgeschäft ehrenamtlicher Arbeit. Viele, die ehrenamtlich mit Geflüchteten arbeiten, werden sich hier wiederkennen. Andere, die noch nie Kontakt zu Geflüchteten hatten, erhalten Antworten auf vielleicht ungestellte Fragen.
Tee mit Ayman ist süß und bitter zugleich: erzählt wird von Kämpfen gegen die Windmühlen der Bürokratie, von berührenden zwischenmenschlichen Momenten und vom Culture Clash zwischen Orient und Okzident, der manchmal zum Lachen und Weinen gleichzeitig ist.
Astrid Ruppert, die bisher erfolgreich Romane und Drehbücher geschrieben hat, zu diesem Buch: „Die Geschichten lagen vor mir, zwischen den Teegläsern und dem verschütteten Zucker und vielen durcheinan-derwirbelnden Emotionen. Ich habe versucht, sie einzufangen. Auf diese Weise entstand Tee mit Ayman.“
"Wer es als Flüchtling aus dem Nahen Osten nach Deutschland geschafft hat, den kann nichts mehr erschüttern. Falsch. Der Schrecken in der Heimat, das Schicksal der Zurückgebliebenen bedrückt die Geretteten – und die ehrenamtlichen Helfer. Sie lernen Auswirkungen von Krieg kennen und »ihr« Deutschland aus einer neuen Perspektive: Mit den Augen von Flüchtlingen. Einfühlsam schreibt Astrid Ruppert von Ihren Erfahrungen mit Flüchtlingen – als Helferin, Betreuerin und Freundin.“ Rolf Schwickert, Alsfelder Allgemeine Zeitung
"Herausgekommen ist nicht nur ein Lese-, sondern auch ein Lehrbuch. Dieses gehört in die Hand eines jeden Freiwilligen in der Flüchtlingsarbeit." Ralf Müller, Evangelisches Dekanat Alsfeld - Kursleitung „Grundqualifizierung Flüchtlingsbegleiter/in im Ehrenamt“

Astrid Ruppert, "Tee mit Ayman", tredition, 2017, ISBN 978-3-7439-2747-6, € 10,95
Erhältlich in wenigen Tagen in jeder Buchhandlung. Signierte Exemplare über das Dekanat (Abholung in Alsfeld oder zusätzlich Portokosten)

Zum "Mitnehmen" gibt´s hier den Flyer zum Buch!