Wird alle Schrift und Lehr veracht,
dann lebt die Welt in finstrer Nacht;
Und tut in Sünden blind verharren,
All Straßen und Gassen sind voller Narren.
Auch heute am Fastnachtssonntag sind die Straßen voller Narren. Wir wollen ihnen den Spaß nicht verderben. „Spaß muss sein“, zweifellos. Und es gibt wohl kaum etwas Fragwürdigeres als griesgrämige Zeitgenossen, die ihre Humorlosigkeit auch noch religiös begründen. Biblisch betrachtet hat auch das Lachen seine Zeit, und wer wollte bestreiten, dass der weise Lehrer des Judentums Martin Buber eine tiefe Lebenserfahrung auf den Punkt gebracht hat, als er einmal schrieb: „Der Humor ist der Milchbruder, [also der kleine Bruder] des Glaubens“.
Glaube und Humor sind also nicht nur verwandt. Sie sind sogar Geschwister.
Vielleicht hat Paulus auch darum von den Christen sagen können: „Wir sind Narren um Christi willen.“
Wir sind Narren um Christi willen, weil wir uns als Christen immer wieder „zum Narren halten lassen“ mit unserer oft unzeitgemäßen Betrachtung der Welt; mit unserer Botschaft vom Gekreuzigten und Auferstandenen, die der Welt eine Torheit ist, uns aber eine Gotteskraft, wie Paulus sagt.
Und wir sind Narren um Christi willen, weil wir von einer Botschaft leben, die der Welt und uns selbst immer wieder den Spiegel vorhält. Ganz so wie es Narren tun. „Kinder und Narren sagen die Wahrheit“, heißt die alte Redensart. Auch als Kinder Gottes, als Narren um Christi willen sollen wir die Wahrheit sagen und uns die Wahrheit gesagt sein lassen. Das ist nicht immer angenehm. Auch nicht heute, wo wir gemeinsam auf diesen Predigttext zu hören haben, ein Wort wie Donnerhall, Gottes Wort, das uns durch den Propheten Amos gesagt wird:
So spricht der Herr:
Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen.
Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speisopfer opfert, so habe ich kein Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen.
Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören!
Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
Schlimmer kann es eigentlich gar nicht kommen. Was hier eine Stimme mitten im Gottesdienst einwirft – nicht irgendeine Stimme, sondern Gottes Stimme – was hier unser Feiern, Singen und Beten jäh unterbricht, das ist an Schroffheit kaum mehr zu überbieten. Gott selber erzürnt sich über die feierlichen Versammlungen seiner Gemeinde. Die schönen Lieder im Tempel sind ihm zum Geplärr geworden. Er kann die Gottesdienste mit ihren Brandopfern und Dankopfern nicht riechen. „Es stinkt zum Himmel“, was da gefeiert wird.
Warum?
Im Buch des Propheten Amos können wir nachlesen, warum das alles zum Himmel stinkt: Weil die, die da festtags feierten, alltags feuerten, so könnte man sagen. Weil die, die da geistliche Lieder sangen, in ihrem Alltag den Ungeist ganz anderer Lieder und Parolen erklingen ließen.
Der Prophet Amos sagt die Wahrheit über eine Gesellschaft, die aus den Fugen geraten ist, die alle Maßstäbe und Normen verloren hat; die ohne Kurs durch die Gegend schaukelt wie ein Narrenschiff auf dem Weg nach „Narragonien“, ins Land der Narren.
Und wir?
Wie ist es bei uns mit Feiertag und Alltag, mit „feiern und feuern“, mit Geist und Ungeist, mit Sonntagsliedern und Alltagsparolen? Wie ist es bei uns mit den zänkischen Zungen, von denen der Psalmbeter spricht? Wie ist es bei uns mit den Rotten der Leute und mit der üblen Rede, mit den Lippen, die lügen? Nein, nicht nur bei den Anderen, nicht nur bei „denen da oben“ – auch bei uns! Nicht nur bei den Großen, auch bei den Kleinen.
Ist nur ein Bundespräsident verwerflich, der sich ins Zwielicht setzt, oder nicht auch Bürger, die ihm Schuhe entgegenhalten und Medien, die darum eifern und geifern, vermeintliche Schandtaten aufzudecken, ohne es mit der Wahrheit allzu genau zu nehmen? Nach dem Motto: Es wird schon was dran sein!
Und: Stehen nur „Politiker“ oder „Reiche“ im Verdacht der „Vorteilsannahme“ oder nicht auch die satte bürgerliche Mehrheit unseres Volkes?
Bleibt nach dem Rücktritt des Bundespräsidenten nicht der schale Eindruck einer Treibjagd, bei der das Verhalten der Jäger mindestens so fragwürdig ist wie das des Gejagten? Geht es den vermeintlichen Aufklärern wirklich um Aufklärung, um Moral und Integrität oder sind da nicht auch ganz andere Motive im Spiel?
Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach,
so hören wir das Gotteswort durch den Propheten zu uns sprechen. Und können doch nur ehrlich bekennen: Nein, hier strömt nicht das klare Wasser des Rechts und der Gerechtigkeit, hier wird im Trüben gefischt, bis etwas an der Angel hängt.
Wird alle Schrift und Lehr veracht,
dann lebt die Welt in finstrer Nacht;
Und tut in Sünden blind verharren,
All Straßen und Gassen sind voller Narren.
So sagt Sebastian Brant in seinem Narrenschiff, das auch unser Narrenschiff zu sein scheint. Und offenbar sitzen wir alle im selben Boot, in diesem Boot nach Narragonien.
Als Christen haben wir immer noch zweimal hinzuschauen auf das, was geschieht und auf das, was wir selber tun und lassen. Wir schämen uns nicht unserer vielleicht unzeitgemäßen Betrachtung der Welt, für die es keinen Applaus gibt. Und wir schämen uns nicht des Evangeliums, der guten Nachricht inmitten all der schlechten Nachrichten: Der Nachricht von Gottes Gnade und Barmherzigkeit, in deren Licht wir zuerst unsere eigene Sünde erkennen, bevor wir die Sünden anderer benennen. In der Tageslosung des heutigen Tages heißt es: „Der Herr allein ist im Recht“.
Enden will ich mit Worten, die Dietrich Bonhoeffer im Jahr 1928 in einem Vortrag vor seiner Gemeinde gesagt hat:
„Unsere Zeit geht aus den Fugen, die Lebenskraft unseres Volkes, die Lebenskraft Europas scheint gebrochen. Aus allen Ecken und Winkeln grinst die Fratze der Dekadenz, der Unmoral, des Zynismus, der Verderbnis. Angesichts dessen gilt es einfach zu werden… und endlich Ernst zu machen mit Gottes Willen, mit einem Leben in der Sittlichkeit….“
Dem ist heute nichts hinzuzufügen außer dem Einen:
Gott helfe uns. Amen.
Das Narrenschiff - Ein Wort zur Zeit
Predigt von Pfarrer Peter Remy zum 19. Februar 2012

Liebe Gemeinde,
„Das Narrenschiff“, so heißt das erfolgreichste deutschsprachige Buch vor der Reformationszeit. Erschienen ist es im Jahre 1494 in Basel, verfasst von Sebastian Brant, der zum Doktor der Rechte promoviert wurde und später Rechtsgelehrter an der Basler Universität war.
Ähnlich wie bald nach ihm Martin Luther hielt der junge Sebastian Brant
seine Zeit reif für eine Reformation. „Reformation“ verstand er dabei so
wie Luther zunächst einmal im ganz wörtlichen Sinn als „re-formatio“,
als Wiederherstellung der Ordnung. Man könnte auch sagen: als
„Rückbesinnung“ auf das, was zählt.
Mit dem Narrenschiff fand Sebastian Brant ein eingängiges Bild für das
aus dem Ruder gelaufene Treiben seiner Zeit. In seiner Moralsatire hält
er der verkehrten Welt den Spiegel vor mit Reimen wie diesem:
Maybach kreuzt die Anthroposophie mit der Bierwerbung („Das einzig Wahre war Steiner“) und gewährt tiefe Einblicke in die Mühen der Predigtvorbereitung und des Religionsunterrichts („Nein, wer für den Glauben stirbt, ist kein Mehrtürer“). Selbst komplexe biblische Fragen werden hier leicht, wenn der Pfarrer die Eigenheiten der vier Evangelien Anhand der deutschen Presselandschaft erklärt. So wird die Wechselbeziehung von Kirche, Medien und Gesellschaft ebenso durchleuchtet, wie der Einfluss des protestantischen Pfarrhauses auf die Politik.
Ein großer Spaß für alle, die einen neuen Blick auf kirchliches Treiben und Selbstverständnis wagen wollen. Dabei muss man nicht bibelfest oder ein fleißiger Kirchgänger sein, um über die Ausführungen des Soziologen, Theologen und Kabarettisten herzhaft lachen zu können.

Der Pfarrer stand als politischer Kabarettist bereits mit Arnulf Rating, Urban Priol und Kurt Krömer auf der Bühne. Durch den Kontakt zum Babenhäuser Pfarrerkabarett während des Vikariates erfolgte der Wechsel in das Genre des Kirchenkabaretts. Seitdem haben in über 200 Vorstellungen mehr als 30.000 begeisterte Zuschauer den ”Spaßmacher Gottes” (Tagesspiegel) erlebt. Von 2007 bis 2011 war er Pfarrer in Ueberau, dem „Roten Dorf“ im Odenwald. Als einziger Pfarrer in Deutschland stand er einem echten Kommunisten (DKP) als Ortsvorsteher gegenüber - als „Don Camillo“ im Odenwald. Seit letztem Sommer nun ist Pfarrer Maybach von seiner Landeskirche für seine ganz spezielle Form der humoristischen Verkündigung freigestellt.
Der Kabarettabend beginnt am 4. März um 19:30 Uhr in der Evangelischen Kirche Kirtorf. Karten gibt es im dortigen Pfarramt, Tel: 06635-329 und bei Buch 2000 in Alsfeld.Kirchenkabarett mit Maybach
Am 4. März um 19.30 Uhr ist Lachen in der Kirche angesagt.
Mit seinem Programm "Christlich Satirischen Unterhaltung" (CSU) ist der Pfarrer und Kabarettist Ingmar von Maybach-Mengede am 4. März in der Evangelischen Kirche Kirtorf zu Gast.
"Ist unsere oberste Pfarrerstochter durch die Wiederwahl endgültig zur „Madonna des Protestantismus“ geworden?", fragt Pfarrer Maybach. Wie beeinflusst Angela Merkels Mundorgel die Weltpolitik? Ist Westerwelle schon Außenminister oder noch Außenministrant? Wie könnte ein Zielgruppen-Gottesdienst für Vielflieger gestaltet werden? Was kann die Kirche von Telekom und IKEA lernen? Diese und andere Fragen werden von Ingmar Maybach satirisch aufbereitet, musikalisch ausgestaltet und unterhaltsam geklärt, denn: „Es dauert nie lange, bis die Ersten lachen“, wie die Süddeutsche Zeitung rezensierte.
Kirchengemeinde Alsfeld
Die Passionsandachten in diesem Jahr stehen unter dem Motto „Worte Jesu am Kreuz“. Sie finden jeweils mittwochs um 19.00 Uhr in der Walpurgiskirche statt.
29. Februar: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23, 34) (Pfr. Remy)
7. März: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Markus 15, 34) (Pfr. Ritter)
14. März: „Mich dürstet.“ (Johannes 19, 28) (Pfr. Künzel)
21. März: „Es ist vollbracht.“ (Johannes 19, 30) (Pfr. Künzel)
28. März: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!“ (Lukas 23, 46) (Pfr. Remy)
Gottesdienste am 5. April (Gründonnerstag):
DGH Reibertenrod 18.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Künze)l
Walpurgiskirche 20.00 Uhr Gottesdienst mit Abendmahl (Künzel)
An den wunden Punkten des Lebens
Andachten an besonderen Orten in der Karwoche
In der Karwoche laden wir Sie dieses Jahr herzlich ein, der Leidensgeschichte Jesu einmal auf andere Weise nachzuspüren – an den wunden Punkten unseres Lebens heute.
Dazu wollen wir an drei Abenden jeweils von 19.00 bis 19.25 Uhr an Orten in unserer Gemeinde zusammenkommen, an denen menschliches Leid sichtbar wird. Vertreter des jeweiligen Ortes – Fachleute oder Betroffene – werden dabei sein und uns etwas über den Ort und die Menschen, die dort Hilfe suchen, erzählen.
Dazu hören wir einen Abschnitt aus der Passionsgeschichte Jesu. Miteinander wollen wir innehalten, singen und beten.
Montag, 2. April: Jugend- und Drogenberatungsstelle, Zeller Weg 4
Dienstag, 3. April: Neue Arbeit, Altenburger Straße 40
Mittwoch, 4. April: Feuerwache, Carl-Metz-Straße 1
Diese Andachten hält Vikarin Sarah Gartelmann.
Kirchengemeinden Kirtorf / Ober-Gleen
Passionsandachten mittwochs 19.30 Uhr in der Evang. Kirche Kirtorf am
22.02.|29.02.|07.03.|14.03.|21.03.|28.03.
Wolldecke mitbringen, die Kirche ist nicht beheizt.
Kirchengemeinde Schwarz / Udenhausen
Die Kirchengemeinden Schwarz und Udenhausen feiern auch in diesem Jahr wieder ihre Passionsandachten.
Udenhausen am:
Mo 27.02.,
Di 06.03.,
Mi 14.03.,
Do 22.03.
Fr 30.03.
und Schwarz am:
Mi 29.02.
Mi 07.03.
Mi 14.03.
Mi 21.03.
Mi 28.03.
Alle Passionsandachten beginnen um 19 Uhr und finden in der jeweiligen Kirche statt.
Veranstaltungen in der Passionszeit
Von Aschermittwoch bis Ostern dauert die 40-tägige Fastenzeit
"Gut genug - 7 Wochen ohne falschen Ehrgeiz" heißt das diesjährige Fastenmotto. Arnd Brummer, Geschäftsführer der Kampagne und Leiter der Zeitschrift "chrismon", schreibt dazu: "Als Christen ist uns gesagt: Jenseits allen Werkelns hat der Mensch einen Wert an sich. Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt, so besingt Psalm 8 Gottes gute Schöpfung, den Menschen. „Gut genug!“ – damit stimmen wir ein in dieses Lob und entdecken die Gnade, mit der wir gesegnet sind."
Wir stellen im Folgenden die Angebote in unserem Dekanat zur Fasten- bzw. Passionszeit 2012 vor.
(Konfi-)Koch-Studio
Jugendreferent Schäddel lädt ein zu Kochen, Spielen und mehr
Als Spenden aus dem Ausland fallen unsere Kerala-Spenden in Indien unter "meldepflichtige Devisen". Auch dem indischen Staat gegenüber sind unsere Partner in Indien zur Offenlegung verpflichtet. Vom Staat werden sie durch eine Hindu-Organisation geprüft.
Um Klärung haben unsere indischen Partner gebeten, wofür sie unsere Spendengelder im Rahmen des Hostelprojektes verwenden dürfen: War zu Anfang die Not so groß, dass auch die Nahrungsmittel für die Kinder über unsere Spendenmittel eingekauft wurden, so können die Kirchengemeinden in Kerala, die Träger der Hostels sind, inzwischen wieder selbst für das Essen sorgen.
Was aber ist mit der Reparatur des Daches und der pädagogischen Fortbildung der "Wardens", der Hausleiterinnen? Und ist mittelfristig Verlass auf die Spenden aus Oberhessen, so dass mehr, auch höher qualifiziertes Personal eingestellt werden kann? - Es spricht für unsere Schwestern und Brüder in Indien, dass sie die Spendengelder nicht ohne Absprache anrühren.
Der Partnerschaftsausschuss hat sich für 2012 vorgenommen, das Hostel-Projekt gemeinsam mit den Partnern in Kerala auf eine verlässliche Vertragsebene zu stellen, der der Diözese wie den oberhessischen Spendern nochmal größere Sicherheit bei der Spendenverwendung gibt. Gerade die Verbesserung des baulichen Zustands der Hostels sowie die Qualifizierung des Personals sind uns dabei Herzensangelegenheiten.
East Kerala: Spenden nur für Essen oder auch für Dächer?
Bischof Dr. Daniel und EKHN-Indienreferent legen Berichte zum Hostel-Spendenprojekt vor
Spenden und Kollektengelder für unsere Partnerdiözese East Kerala sind am Sitz der Diözesanverwaltung in Melukavumattom korrekt verbucht. Davon konnten sich der Indien-Referent der Landeskirche, Dr. Johny Thonipara (der auch die Landessprache Mayalayam beherrsch) gemeinsam mit Propst Matthias Schmidt überzeugen. Eine Spendenprüfung ist kein angenehmes Thema, gerade bei einem Antrittsbesuch der Propstes, wir sind dies aber unseren Spendern schuldig.
Den Wortlaut des Berichts durch Bischof Dr. K.G. Daniel finden Sie hier (im englischen Original)!
Den Bericht Johny Thoniparas über die Hostelbesuche im Januar 2012 finden Sie hier!
Bitte helfen Sie uns weiterhin mit Ihrer Spende, Hilfe zur Selbsthilfe in Indien leisten zu können! Unsere Spendenkonten finden Sie hier!
Das neue Jahr 2012 hält große Herausforderungen bereit. Das gilt vom persönlichen bis hin zum weltweiten Bereich. Unabsehbar ist der weitere Verlauf der Finanzkrise und wie sie sich auf den Euro-Raum auswirken wird. Betroffen sind Millionen Berufstätige und diejenigen, die auf staatliche Zuwendungen angewiesen sind. Unabsehbar ist der weitere Verlauf der Volksbewegungen in Nordafrika, dem Nahen Osten und Russland, die weite Teile der weltpolitischen Ordnung verändern können. Unvorhersehbar ist auch der weitere Verlauf der Klimaveränderung. Er könnte Naturkatastrophen, Wasserknappheit und die Verteuerung der Nahrungsmittel auslösen. All das macht Druck. Er lastet nicht nur auf Politikern, sondern auf allen, die an irgendeiner Stelle Verantwortung übernommen haben, mit gestalten oder mit betroffen sind.
Angesichts dieser Unsicherheiten wünschen sich viele schnelle und klare Maßnahmen. Viele erwarten große Lösungen, sei es durch weitreichende Reformen oder gar völlige Umwälzungen. Auch der Wunsch nach einer starken Hand kann dazu gehören.
Die Jahreslosung 2012 setzt einen anderen Akzent: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Der Satz stammt aus einem Brief, den der Apostel Paulus an die Gemeinde in Korinth im heutigen Griechenland geschrieben hat (2.Korinther 12,9).
Die entscheidende Währung für ein gelingendes Leben
Der kranke Apostel Paulus hatte den auferstandenen Jesus Christus um Gesundheit gebeten. Doch der versagt ihm diese Bitte mit den Worten: „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Diese Antwort wird den Paulus zunächst einmal enttäuscht haben. Doch sie führt ihn direkt in die Tiefe des christlichen Glaubens hinein. Dort steht nicht die Befindlichkeit des Menschen im Zentrum, wie dies heute weithin gesehen wird. Glück, Erfolg und Gesundheit sind dort nicht die entscheidenden Währungen für ein lebenswertes und gelingendes Leben. Dort steht Gottes Handeln in der Mitte. Dessen Kraft erfährt er gerade in seiner Schwachheit. Am eigenen Leib erschließt sich dem kranken Paulus so das Mysterium des Kreuzes. Jesus Christus leidet ohnmächtig und stirbt am Kreuz. Darin wird er allen Schwachen zum Bruder. Doch in seiner Auferstehung verspricht Gott neues Leben. Paulus lernt: Das Leben gelingt nicht nur dort, wo Glück, Erfolg und Gesundheit sind, sondern überall dort, wo Menschen sich im Tiefsten von Gottes Liebe getragen wissen. Das kann in Krankheit oder in Gesundheit sein, in Armut oder Reichtum, in Glück oder sogar im Unglück.
Dieser Satz macht Mut, widerspricht, beflügelt und beschämt
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“
Dieser Satz kann allen Menschen Hoffnung machen, die aus eigener Kraft nicht mehr weiter wissen. Ihnen wird gesagt, dass Gottes Kraft insbesondere die ermutigen kann, die es am nötigsten haben. Und wer auf der Suche nach dem Glauben ist, der wird Gottes Spuren vermutlich am leichtesten bei den Schwachen finden.
Die Jahreslosung widerspricht allen, die nur bestimmtes Leben für gültiges und lebenswertes Leben halten. Nein, jedes Leben ist vollgültig und von Gott durchdrungen, das Leben der Kleinen und der Großen, der Jungen und der Alten, das Leben der Gesunden und der Kranken, das der Leistungsfähigen und der Schwachen, das Leben der sogenannten Normalen und der Andersartigen.
„Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Dieser Satz wird alle beflügeln, die sich für das Recht und das Wohl der Schwachen einsetzen. Und er wird die beschämen, die das nicht tun.
In den drängenden politischen Debatten kann dieser Satz Mut machen, auch scheinbar unlösbare Probleme mit Beharrlichkeit anzugehen. Aus kleinen Anfängen kann Gottes Kraft Großes werden lassen. Das alles ist – mit Gottes Hilfe – im Jahr 2012 möglich.
Pfarrer Dr. Volker Jung
Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN)
Gedanken zur Jahreslosung 2012
Von Kirchenpräsident Volker Jung
Die biblische Jahreslosung 2012 setzt ein starkes und irritierendes
Signal inmitten einer weithin aufgewühlten Welt. Das christliche
Geleitwort für das Jahr 2012 zitiert einen Satz des auferstandenen Jesus
Christus und lautet „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Schwäche und Macht sind zentrale Begriffe in den aktuellen politischen Debatten. Sie stecken in Schlagworten wie dem „schwachen Euro“ oder den „mächtigen Rating-Agenturen“. Von Gipfeltreffen für Klima oder Finanzen werden machtvolle Signale erwartet, aber oft nur schwache Ergebnisse erzielt. In der Jahreslosung werden Macht und Schwäche allerdings anders in Beziehung gesetzt als in der Politik.
Auf dem Programm stehen Wanderungen, Freizeitport, Basteln, Musik, freie Zeit,Rätsel- und Turnier-Spiele. Beim Essen zubereiten hilft jeder auch mal mit.
Als Ausflüge planen wir eine Fahrrad-Fahrt zum Freibad und evtl. ein Besuch im Bibelpark Herbstein. Morgens erleben wir Geschichten über Gott und die Welt. Abends beschließen wir den Tag mit einer Andacht zum Ruhe finden. Vor allem wollen wir zusammen Radfahren. Bringt bitte ein verkehrssicheres Fahrrad plus Helm mit. Euer Rad wird zusätzlich versichert. Dazu macht jeder unseren „Freizeit-Fahrrad-Führerschein“.
Die Freizeit ist für Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren konzipiert. Die Anreise erfolgt in Fahrgemeinschaften der Eltern. Hier gibt es den Anmeldeprospekt.
Für wietere Fragen steht Dekanatsjugendreferent Holger Schäddel zur Verfügung, der die Freizeit leitet.
Kinder-Sommerfreizeit 2012 im Vogelsberg
Dekanatsjugendarbeit Homberg lädt ein - 7. bis 13. Juli 2012
Dennoch sind es keine reinen Musikfilme. Unsere drei Streifen zeigen Menschen, die sich Musik aneignen, die Musik weiterentwickeln. Und sie zeigen Musik, die sich Menschen aneignet, die Menschen weiterentwickelt. Die Filme zeigen, wie Menschen die Musik prägen und wie Musik die Menschen prägt. Einfältige Filme sind ebenso langweilig wie einfältige Musik. Es kommt auf die Zwischentöne an, im Film ebenso wie in der Musik. Und Zwischentöne prägen unsere Filmauswahl - ganz betont in dieser Staffel. So viel sei bereits verraten: Alle drei Filme enden mit eine rlängeren Musikdarbietung. Spätestens dabei hintermalt das Bild die Musik, wird das vertraute Zusammenspiel umgekehrt. Der Kinosaal wird zumKonzertsaal.
"Zwischentöne": Zum neuen Flyer des Vogelsberger KirchenKinos für Januar bis März 2012 geht es hier!
Und Links zu den Film-Websites sowie Filmtrailern finden sie hier!
"Zwischentöne" im Vogelsberger KirchenKino
Wenn der Kino- zum Konzertsaal wird
Konzerte benötigen keine Bilder, Lieder benötigen keine Bilder. Die Faszination liegt in der Musik selbst. Undenkbar hingegen ist ein Film, der ohne Hintergrundmusik auskommt. Das Gespräch zwischen zwei Menschen, der Wind in den Ästen des Baumes, die quietschenden Autoreifen reichen nicht aus. Erst die Musik macht aus Filmen großes Kino. Für unsere neue, nun schon siebte Staffel des Vogelsberger KirchenKinos haben wir drei Filmeausgewählt, bei denen die Handlung nicht nur durch Musik hintermalt ist. Die Musik selbst steht im Zentrum der Handlung.Zum ersten Mal hier?
Losung und Lehrtext für Donnerstag, 23. Februar 2012:
Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden.Jesaja 54,4
Christus spricht: Wenn man euch abführt und vor Gericht stellt, dann sorgt euch nicht im Voraus, was ihr reden sollt, sondern was euch in jener Stunde eingegeben wird, das redet. Denn nicht ihr seid es, die reden, sondern der Heilige Geist.
Markus 13,11
Termine |
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| 20.03.2012 | MAV-Wahlen ![]() |
| 31.03.2012 | DSV-Sitzung ![]() |
| 20.04.2012 | Sitzung KV-Vorsitzende und Stellvertreter ![]() |
| 29.04.2012 | Einführung Kirchenmusikerin ![]() |
| 12.05.2012 | DSV-Sitzung ![]() |
| 23.06.2012 | DSV-Sitzung ![]() |
| 18.08.2012 | DSV-Sitzung ![]() |
| 15.09.2012 | DSV-Sitzung ![]() |
| 22.09.2012 | Lust auf Gemeinde - Mitarbeitertag der EKHN ![]() |
| 22.09.2012 | Dekanatskirchenmusikmesse ![]() |
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50. Veranstaltung des EKD-Musikprojektes ?366+1, Kirche klingt 2012? am kommenden Sonntag in Straßburg und Kehl weiterlesen
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