Wie zeigt sich Gott?

Ein gläubiger Mensch rettet sich während einer riesigen Überschwemmung auf  das Dach seines Hauses. Die Fluten steigen und steigen. Eine Rettungsmannschaft kommt in einem Boot vorbei und bietet an, ihn mitzunehmen. „Nein, danke“, sagt er. „Gott wird mich retten.“

Die Nacht bricht an, und das Wasser steigt weiter. Der Mann klettert auf den Schornstein. Wieder kommt ein Boot vorbei, unddie Helfer rufen: „Steig ein!“ –  „Nein, danke“, erwidert der Mann nur. „Gott wird mich retten.“
Schließlich kommt ein Hubschrauber. Die Besatzung sieht ihn im Scheinwerferlicht auf dem Schornstein sitzen, das Wasser bis zum Kinn. „Nehmen Sie die Strickleiter“, ruft einer der Männer. „Nein, danke“, antwortet der Mann,„Gott wird mich retten.“

Das Wasser steigt weiter, und der Mann ertrinkt. Als er in den Himmel kommt, beschwert er sich bei Gott: „Mein Leben lang habe ich treu an dich geglaubt. Warum hast du mich nicht gerettet?“ –  Gott sieht ihn erstaunt an: „Ich habe dir zwei Boote und einen Hubschrauber geschickt. Worauf hast du gewartet?“

Diese Geschichte macht Mut!
Sie zeigt, dass uns Gott in unsern Nöten viel öfter begegnet und Hilfe schickt, als wir den-ken.
Wir erwarten von ihm nur immer wieder ganz Großes, entdecken seine Gegenwart und Hilfe aber nicht in Menschen und Diensten, die sich Tag für Tag um uns kümmern und ganz selbstverständlich für viele Nöte da sind …

Dabei bedenken wir in den Wochen bis Ostern den Leidensweg Jesu, der genau dies sagt: Gott ist uns als schwacher, leidender Mensch ganz nah und geht unsere Wege mit!