Aufatmen im Alltag

von Gerda Lotz

Mir ist manchmal alles zu viel! Die Tage fliegen
dahin und das Ende meiner „stressigen Zeit“ ist
nicht absehbar. Jeden Tag kommen unvorhergesehene
Dinge hinzu und ich versuche meine Termine
nach „sehr wichtig“ und „weniger wichtig“ zu sortieren
Es hilft mir inzwischen manchmal die Devise,
dass ich den Termin wahrnehme, welchen ich als
ersten eingetragen habe. Es hilft mir Prioritäten zu
setzen. Der Druck unter den ich mich setze ist wie
eine schwere Last auf meinen Schultern

Wie kann ich für mich lernen – Atempausen – mit
dem mich plagenden schlechten Gewissen nicht
alles rechtzeitig geschafft zu haben bzw. jedem gerecht
zu werden in Einklang zu bringen? Wo bekomme
ich Impulse aufzuatmen – wer lässt mich
mitten im Stress und Trubel

„Aufatmen in meinem Alltag“? Gönne ich mir einen
Augenblick Ruhe – um wenige Minuten kurz innezuhalten
und dann mit neuer Kraft, neuen
Ideen/Gedanken an die vor mir liegenden nächsten
Aufgaben zu gehen?
Gott lässt mich zur Ruhe finden, denn auch er
ruhte nach getaner Arbeit aus. „Er sah alles was er
geschaffen hatte war gut, und ruhte aus“.

Gott möchte nicht, dass wir im Stress untergehen
– er möchte, dass wir aus der Ruhe und Stille
neue Kräfte sammeln. Mitten im Trubel passt Gott
auf uns auf, damit wir uns nicht darin verstricken
und stolpern. Gott möchte nicht, dass wir uns kaputt
machen. Er ruft uns zu: Ruht euch mal aus!
Haltet inne und seid still. Er flüstert in meine/unsere
Hektik hinein: „Ich bin bei dir! Ich liebe dich!
Ich trage dich! Und gebe dir das, was du jetzt am
nötigsten brauchst: Ruhe um abzuschalten und
aufzuatmen in deinem Alltag.

Mit einem längeren Urlaub, in der Mittagspause
zwischen den Arbeitsblöcken, bei einem schönen
Buch, dem Besuch einer lieben Freundin und
Freundes oder einfach mit einer Tasse Cappuccino
in der Sonne sitzend habe ich die Chance aufzuatmen.

Ich will die Atempausen auch dazu nutzen Gott im
Gebet zu danken und ihn zu bitten:
„Herr, ich sehne mich nach Stille.
Hilf mir, dass ich immer wieder
an Plätze komme, wo ich dir begegnen ruhig werden und aufatmen kann.“
11.07.2018