Sarah Kiefer

Neue Pfarrerin in Eifa und Altenburg ab 01.07.2017

 

Liebe Gemeinde,

vor kurzem hat sich Pfarrer Henner Eurich an dieser Stelle von Ihnen verabschiedet. Pfarrer Sames übernahm die Vertretung in der Zeit der Vakanz. Nun ist auch dieser Vertretungsdienst beendet. Eifa und Altenburg haben ab Juli eine neue Pfarrerin: mich, Sarah Kiefer.

 

Das zu schreiben kommt mir noch etwas unwirklich vor. Ein lang gehegter Traum geht für mich endlich in Erfüllung: Meine erste Stelle und das in zwei so wunderbaren Gemeinden. Bereits im Vorfeld habe ich viel Herzlichkeit von Ihnen erfahren dürfen, so dass ich mich noch mehr auf meinen Dienst hier freue.

Ich bin überzeugt: „Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.“ (Sprüche 16,9) Das konnte ich schon öfter in meinem Leben erfahren. In der Rückschau wird uns ja oft erst deutlich, wo wir Gottes Spuren entdecken können. Wenn plötzlich klar wird, welche Ereignisse alle ineinander greifen mussten, damit wir an diesem Punkt in unserem Leben ankommen.

Mich leitete die Neugier auf Gott ins Theologiestudium. Aber lange Zeit sah ich diesen Weg nicht vor mir. Im Gegenteil. Zum Ende meiner Schulzeit hin hatte ich mich vom Glauben eher distanziert. Dies änderte sich durch ein Praktikum in meiner Kirchengemeinde. Ich spürte, dass Gott nicht von mir lässt und ich auch den Glauben nicht abgelegt hatte. Gleichzeitig erlebte ich, wie sinnstiftend die Gemeindearbeit sein kann. Aufgrund dieser Erfahrung entschied ich mich, das Theologiestudium aufzunehmen. Heute, in der Rückschau auf diese Zeit, erkenne ich, wie viele Menschen Gott mir gesandt hat, damit ich diesen Weg einschlagen kann. Ob es nun der Freund war, der mir zum Praktikum in der Kirchengemeinde riet; der Gemeindepfarrer, mit dem ich tiefgreifende Gespräche über den Glauben führte oder die Menschen, die einfach Zutrauen in mich hatten. All dies war neben meinem eigenen Interesse an Glaubensfragen nötig, um das Theologiestudium zu beginnen. Ohne diese Menschen hätte ich es mir wohl nicht zugetraut.

Nach meinem Studium kam ich in eine Gemeinde in der Nähe von Diez, um dort meinen praktischen Vorbereitungsdienst zu absolvieren. Auch dieser Ort entpuppte sich für mich als eine Fügung Gottes. Wie viele Zufälle ineinander greifen mussten, dass ich einmal dort hinkomme, kann ich gar nicht beschreiben. Ich weiß nur, dass dies genau der richtige Ort für mich war, an dem ich viel lernen und in die Rolle als Pfarrerin wachsen konnte. Hier konnte ich von gleich drei Pfarrerinnen lernen und machte immer wieder die Erfahrung, wie gelungene Teamarbeit aussehen kann. Das wünsche ich mir auch für diese Gemeinde: Eine gute Zusammenarbeit mit allen, die sich in der Kirchengemeinde engagieren möchten. Jeder hat von Gott ganz eigene Gaben erhalten, die alle für die gemeinsame Arbeit wichtig sind. Daher freue ich mich schon, mit Ihnen gemeinsam auf „Gaben-Entdeckungsreise“ zu gehen.

Dass es mich einmal nach Eifa und Altenburg verschlagen wird, habe ich natürlich auch nicht absehen können. Mein Wunsch war es, wieder in die Nähe der Heimat zu kommen. Aufgewachsen bin ich in Rabenau, daher fühle ich mich mit der Region sehr verbunden. Ich hatte dann das für mich große Glück, dass die Stelle in Eifa und Altenburg vakant wurde. Nachdem ich dann Land und Leute ein wenig kennenlernen durfte und so freundlich in der Gemeinde herumgeführt wurde, wollte ich die Stelle gerne antreten. Umso erfreuter war ich, dass sich auch die Kirchenvorsteherinnen und -vorsteher eine Zusammenarbeit mit mir vorstellen können. Schon jetzt bin ich mir sicher, dass Gott bei dieser Entscheidung ebenfalls mitgewirkt hat, denn „Des Menschen Herz erdenkt sich seinen Weg; aber der Herr allein lenkt seinen Schritt.“

Vielleicht haben Sie ja auch Lust mir einmal von den Spuren Gottes und den Wegen auf die er sie gelenkt hat zu berichten. Ich freue mich jedenfalls schon auf Begegnungen, Gespräche und die Zusammenarbeit in den Gemeinden.

Herzlichst Ihre

Sarah Kiefer

25.04.2017