Gemeinsamer Ausflug in die Rhön

Besuch aus der Partnergemeinde Sprotta

Zusammen mit zwanzig Gemeindemitgliedern war Pfarrerin Richter (Sprotta) diesmal nach Grebenau gekommen zum diesjährigen Besuch im Gründchen. Seit 1953 pflegen beide Gemeinden diesen Kontakt, der auch nach der Wende lebendig blieb.

Als am Samstagmorgen der Reisebus an der Johanniterhalle in Grebenau für den gemeinsamen Ausflug bereit stand, gab es ein herzliches Wiedersehen und manche Neu-Begegnung zwischen "Sachsen" und "Hessen". Der alljährliche Partnerschaftsbesuch fand diesmal wieder in Grebenau statt. Nach der Anreise am Freitag und der ersten Übernachtung bei den Gastfamilien stand nun die Fahrt in die Rhön auf dem Programm.

Ostheim vor der Rhön war der Zielpunkt am Vormittag. Nicht allein wegen der originellen und auch für die Kinder und Jugendlichen interessanten Kirchenburg, die dieses fränkische Städchen vorweisen kann. Sondern manchem Grebenauer wurde auf diese Weise auch die Heimat von Joh. Friedrich Hoffmann bekannt, der 1765 das Wahrzeichen der Gründchen-Stadt mit jenen Bildern versah, die zu den Schmuckstücken unserer Region gehören und ja von manchen auswärtigen Besuchern als sinnreiche Zierde des Gotteshauses geschätzt werden. Nach einer intensiven, auch die Kellerwinkel und den Wachtturm der bis heute kirchlich und lagermäßig genutzten mittelalterlichen Fliehburg erkundenden Besichtigung ging es hinauf in die Rhön, wo man nahe dem Schwarzen Moor zu Mittag einkehrte. Auch der ehemalige Grenzverlauf zur DDR konnte wahrgenommen werden, wobei es mehr als 20 Jahre nach der Wiedervereinigung nun schon einiger Schilder bedarf, um anzuzeigen, was einst Ost und West und somit auch die beiden partnerschaftlich verbundenen Kirchengemeinden trennte.

Die sich anschließende Fahrt auf der Hochrhönstraße brachte prachtvolle Ausblicke in die Ferne, was sich auch bei der nachmittäglichen Rast bei mitgebrachtem Kaffee und Kuchen oberhalb der Steinwand fortsetzte. Die freie Sicht war nicht nur für unsere sächsischen Freunde eine schöne Erfahrung. Als es dann hieß, die Steinwand zu erklettern, waren außer den Kindern auch etliche Erwachsene begeistert bei der Sache, obwohl es ja eine gewagte Angelegenheit war. Auf der Rückfahrt am frühen Abend wurde dann die Gitarre ausgepackt und das eine oder andere fröhliche Lied im Bus angestimmt, während es durchs Schlitzerland gen Grebenau ging. Dort fand der Tag seinen Ausklang im Beisammensein auf dem Hof von Familie Kömpel. Die laue Septembernacht macht längere und muntere Gespräche möglich.

Am Sonntagmorgen trafen sich unsere Gäste und diejenigen, die dankenswerterweise als Gastfamilien bereitgestanden hatten, noch einmal. Denn die Feier des Gottesdienstes sollte, wie die gute Tradition es vorsah, den Abschluss bilden. Manch einer in Reimenrod wunderte sich zwar über einige unbekannte Gesichter, die am morgen des Wandertages im bis auf den letzten Platz gefüllten DGH zum Gottesdienst dabei waren. Doch es tat gut, diese Zusammengehörigkeit von Ost und West zu spüren, was auch in den Dankesworten von Pfarrerin Richter zum Ausdruck kam. Sie lud außerdem zum Gegenbesuch im kommenden Jahr herzlich ein (geplant ist der 7.-9. September 2012). Und als der Ev. Posaunenchor als Überleitung zum Frühschoppen noch einen brasilianischen Samba zum Klingen brachte, konnte die Gattin des eigens mitgereisten und der Partnerschaft zugetanen Bürgermeisters der Großgemeinde Doberschütz (Kreise Torgau) ein beschwingte und vertraute Melodie aus ihrem südamerikanischen Heimatland mitnehmen auf die anstehende Rückreise nach Sachsen. Wir freuen uns auf das Wiedersehen im kommenden Spätsommer!

05.09.2011